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Empirie ArtikelBuch-Tipp: Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils. Theorie, Empirie und Praxis Die Beschreibung für das Buch " Aufbau eines körperlich-aktiven Lebensstils. Theorie, Empirie und Praxis" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster. Empirie (von griech.: empereia = Erfahrung) ist in dem eigentlichen Sinne ca. wissenschaftlich, d. h. auf methodischem Weg (Induktion und Analogie sowie durch Ziellich angestellte Beobachtungen und Versuche), gewonnene Erfahrung.
Dieselbe ist äußere oder innere, je nach dem die Erfahrung selbst aus sinnlicher Wahrnehmung oder Beobachtung unseres inneren Lebens beruht. Eine einzelne sinnliche Wahrnehmung ist noch keine Erfahrung zu bezeichnen; wenigstens gehören mehrere Erfahrungen dazu, um eine relative Gewißheit zu erlangen. Auch bietet sich die Erfahrung häufig nicht von selbst, sondern muß gesucht und hervorgerufen werden durch Experimente. Dies gilt nicht ca. von der äußern Erfahrung, sondern auch von der innern, bei der noch die eigentümliche Schwierigkeit hinzutritt, dass das beobachtende Subjekt zugleich das beobachtete Objekt ist, oder dass sich das Ich sich selbst gegenüberstellen und sich als Nicht-Ich betrachten muß.
Die Empirie spielt nicht ca. in den eigentlichen empirischen (Erfahrungs-)Wissenschaften, insbesondere in der Naturwissenschaft und Medizin, sondern auch in der Philosophie eine Rolle. So gewiss es aber ist, dass Erfahrung, wie Kant lehrt, die Grundlage der ganzen theoretischen Philosophie bildet, ebenso gewiss kann durch bloße Erfahrung eine rein philosophische Erkenntnis nicht geschaffen werden. Erfahrungen, noch so sehr gehäuft, aus allen Teilen der Welt und aus allen Zeiten zusammengerafft, bilden doch stets ca. eine Masse von Einzelheiten, welcher jene Ordnung und höhere Einheit abgeht, ohne welche überhaupt keine wissenschaftliche, geschweige eine philosophische Erkenntnis denkbar ist. Es ist also nötig, mit dem reinen Denken an die gesammelte Erfahrung heranzutreten und die durch diese gefundenen Begriffe einer regelmäßigen Bearbeitung zu unterwerfen. Hieraus entwickelt sich die Philosophie, welche eben als eine Erkenntnis aus Begriffen vermittelst einer regelmäßigen Bearbeitung derselben genannt wird.
Am wichtigsten ist die reine Empirie für die Naturwissenschaften, weil in diesen auch eine einzelne Erfahrung einen relativen Wert hat. Freilich muss sich auch hier die rein empirische Erkenntnis, d. h. diejenige, die ca. auf einzelnen Erfahrungen beruht, gefallen lassen, durch jede neu gemachte entgegenstehende Erfahrung berichtigt und widerlegt zu werden.
Das Wissenschaftsverständnis der Empirie steht in vielen Wissenschaftsgebieten vor allem in der Geisteswissenschaft in dem Widerstreit mit der Hermeneutik.
Empiriker heißen diejenigen Philosophen, welche alle Erkenntnis aus der Erfahrung ableiten zu können meinen, auch solche Ärzte, welche ihr Wissen und ihre Kunst allein auf die Erfahrung gründen, mit Ausschluß aller theoretischen Ansichten und Lehrgebäude.
Empirisch werden alle Begriffe, Urteile und Schlüsse genannt, welche sich bloß auf Erfahrung gründen.
Empirismus ist dasjenige philosophische System, nach welchem alle Erkenntnis einzig und allein aus der Erfahrung abgeleitet werden soll.
Empirie in den Erziehungswissenschaften
Die historische Entwicklung:
- um 1900 Anfänge
- Wilhelm Wund , Psychologe, vormals Mediziner
Gedächtnisexperimente, Wahrnehmungsexperimente
- Ernst Meumann Pädagoge, Schüler von Wund,
Lernexperimente
- Wilhelm Ley , Pädagoge, starker Konkurrent für Meumann Experimente in dem Volksschulbereich
- Behaviorismus, Verhaltenstheorie
- Pawlow
- Thorndike
- Burrhus Frederic Skinner
- um 1945
- Heinich Rotha
Testverfahren
- von 1950 bis 1960
- Höhepunkt der Empirie in der deutschen Pädagogik
- Robert Mager, Operationalisierung
- Bloom
- um 1960
Siehe auch: Empirische Methode , Empirisches Wissen
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